Der medizinische Fortschritt, im Einklang mit optimierten Lebensbedingungen, sorgt dafür, dass die Lebenserwartung in unserem Land ständig steigt.
Leider steigt zugleich das Risiko, im hohen Alter zum Pflegefall zu werden. Rund 5 % der Bevölkerung werden im Jahr 2030 Pflege in Anspruch nehmen müssen – und dann froh sein, wenn eine private Pflegeversicherung die horrenden Kosten übernimmt.
Froh werden aber auch die Kinder pflegebedürftiger Eltern sein, die rechtzeitig eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben. Denn anderenfalls ist der Gesetzgeber unerbittlich: Im Extremfall haften Kinder für ihre Eltern. Besser gesagt: Sie zahlen.
Allerdings nicht sofort: Pflegebedürftige ohne private Pflegeversicherung müssen zunächst ihre Ersparnisse aufbrauchen; etwaiger Immobilienbesitz muss verkauft werden. Lediglich die pfändungssicheren Riester- und Rürup-Sparverträge sowie die betriebliche Alterversorgung bleiben den Betroffenen erhalten. Selbst Menschen, die ihr Lebtag lang gut situiert waren, werden vom Sozialamt plötzlich wie ein potenzieller Hartz-IV-Empfänger genauestens durchleuchtet. Eine entwürdigende Prozedur!
Ist das Eigentum der Eltern aufgezehrt – was angesichts der beträchtlichen Pflegekosten sehr schnell passieren kann –, nimmt das Sozialamt in der Regel die Kinder in die finanzielle Pflicht, die über Ihre Einkünfte und Vermögensverhältnisse genauestens Auskunft geben müssen.
Ein Pflegefall zu sein ist bereits eine Herausforderung – aber ohne Pflegeversicherung wird sie zu einer quälenden Belastung, die alle Beteiligten an ihre wirtschaftlichen und psychischen Grenzen führt.
Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen: